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ThyssenKrupp-Pläne inakzeptabel: Nirosta muss in Benrath bleiben

Zu den Planungen des ThyssenKrupp-Konzerns, den Produktionsstandort Düsseldorf-Benrath der ThyssenKrupp Nirosta zu schließen, erklären die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht, die auch wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE ist, und der wirtschaftspolitische Sprecher der Düsseldorfer Ratsfraktion DIE LINKE, Frank Laubenburg:

Unter „Verschiedenes“ behandelte der ThyssenKruppNirosta-Aufsichtsrat auf seiner letzten Sitzung die Schließung der Nirosta-Werke in Dillenburg und Düsseldorf-Benrath. Allein das schon zeigt den Zynismus der Unternehmensführung: das Schicksal hunderter Familien gehört für sie unter „Verschiedenes“. Ende Oktober will der Aufsichtsrat des ThyssenKrupp-Konzerns endgültig über die Werksschließung beraten.

Zur Stammbelegschaft des Benrather Werks gehören knapp 570 Personen. Die Behauptung, es werde durch den Ausbau des Krefelder Standortes Übernahmen und „sozialverträgliche Lösungen“ geben, halten wir für eine reine Beruhigungspille des Konzerns gegenüber der Belegschaft und der Öffentlichkeit. Wir gehen von der Vernichtung von mehreren hundert Arbeitsplätzen aus.

Einziger Grund für die geplante Werksschließung in Benrath ist der Gier des ThyssenKrupp-Konzerns nach noch höheren Gewinnen. Der Benrather Standort ist profitabel, der ThyssenKrupp-Konzern insgesamt ebenfalls. Insgesamt erzielte der ThyssenKrupp-Konzern nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 ein Ergebnis vor Steuern von 918 Mio € - und kündigte „weitere positive Effekte“ aus dem „Kostensenkungsprogramm“ an

Was für den Konzern einen „positiven Effekt“ darstellt, ist für die Menschen im Düsseldorfer Süden eine Katastrophe. Von der Mannesmann Demag Hüttentechnik über die ThyssenKrupp Lenkungsproduktion bis hin zur Papierfabrik Stora Enso mussten dort bereits zahlreiche Werksschließungen verkraftet werden. Zuletzt baute die Demag Cranes-Tochter Gottwald 250 Arbeitsplätze ab.

DIE LINKE wird mit den Beschäftigten von ThyssenKrupp Nirosta und den BewohnerInnen im Düsseldorfer Süden um den Erhalt des Benrather Nirosta-Standortes kämpfen.

Gefordert sind jetzt auch Stadtverwaltung, Landes- und Bundesregierung. Dem ThyssenKrupp-Konzern muss deutlich gemacht werden, dass Eigentum verpflichtet und dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll. Diesem Verfassungsauftrag laufen die Planungen zur Werksschließung zuwider. Deshalb muss alles daran gesetzt werden, dass der Aufsichtsrat des ThyssenKrupp-Konzerns Ende Oktober auf einen Beschluss zur Schließung des Benrather Werkes verzichtet.

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