Presseschau

NRZ: Eklat im Rat

Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hatte genug von Frank Laubenburg: Nach mehreren Ermahnungen drehte sie dem eloquenten Linken das Mikrofon ab. Sie hatte nach vier Stunden gerade den Vorsitz in der Ratssitzung inne, als Laubenburg den Baubeschluss für eine Kita mit Jugendfreizeiteinrichtung an der Benninghauser Straße (Wersten) hinterfragte.

Träger des Objektes, das mit 3,3 Millionen Euro städtischer Mittel gebaut wird, soll der Verein „Die Arche“ werden. Dieses christliche Kinderwerk hat vor knapp drei Monaten seine erste Düsseldorfer Einrichtung ebenfalls in Wersten eröffnet, mit der Trinkaus-Bank als Sponsor und dem Comedian Mario Barth als Galionsfigur. Laubenburg zitierte nun aus Schreiben von Arche-Anwälten, wonach einerseits nicht die Stadt als Bauherr auftreten solle, sondern der Verein; andererseits würde ein christliches Bild vermittelt, das nach Auffassung der Linken einen eher sektiererischen Beigeschmack habe.

Darüber kam es zum Eklat mit Redeverbot, anderen Debattenrednern, Verweisen auf frühere Beschlüsse, wo aber die zitierten Schreiben der Anwälte nicht vorgelegen hätten... Grünen-Ratherr Jens Petring empfahl, die Fachdiskussion in den Jugendhilfeausschuss zu vertagen, der Kita-Träger „mit Argusaugen“ beobachte. Jugenddezernent Burkhard Hintzsche erklärte, die Angaben in den Schreiben nicht zu kennen. Der Rat segnete den Baubeschluss ab. Der Mietvertrag mit der „Arche“, so Hintzsche, sei noch nicht unterzeichnet.

NRZ, 11.06.2010

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