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Nach IDR-Skandal: Entsendung von Peter Preuß zur Bundesversammlung passt zur Moral der CDU

Auf Vorschlag der CDU wurde heute der in den Skandal um die Spesenabrechnungen der IDR AG Düsseldorf verstrickte Landtagsabgeordnete und IDR-Aufsichtsrat Peter Preuß vom NRW- Landtag zum Wahlmann für die Bundesversammlung zu den Bundespräsidentschaftswahlen gewählt. Hierzu erklärt Frank Laubenburg, Mitglied des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf:

Laut den Unterlagen der IDR AG hat sich deren Aufsichtsrat Peter Preuß mit Ehefrau mehrmals von der IDR zu teuren Essen einladen lassen – die Rechnungen betrugen jeweils über 600 Euro. Besprochen wurden angeblich Aufsichtsratsangelegenheiten.

Die Annahme der Essenseinladungen dürfte als Vorteilsnahme nach §331 StGB strafbar gewesen sein – und sollten in Anwesenheit der Ehefrau von Peter Preuß Aufsichtsratsangelegenheiten besprochen worden sein, hätte Preuß auch noch seine Verschwiegenheitspflicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen.

Zu all dem schweigt Peter Preuß bislang, lässt sich aber schamlos als Wahlmann zur Bundesversammlung nominieren.

Das passt zu Peter Preuss und zur NRW-CDU, die am Wochenende mit ihrem Präsidentschaftskandidaten Joachim Gauck „glaubwürdig über Freiheit, Verantwortung, Wohlstand und Demokratie gesprochen“ haben will.

Vielleicht hat Peter Preuß ja beim Thema Wohlstand einige Restaurantempfehlungen beitragen und damit seine Nominierung sichern können? Zur Moral der CDU würde es passen.

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