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Gefasel über Gewalt in Stadien angesichts des gestrigen Relegationsspiels politisch motiviert

Zur politischen Instrumentalisierung des gestrigen Relegationsspiels zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha Berlin durch CSU-Bundesinnenminister Friedrich und andere erklärt Frank Laubenburg, Mitglied des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf:

Dass zahlreiche Düsseldorfer Fußballfans gestern bereits vor dem Abpfiff des Spiels das Feld erstürmten war Ausdruck von Freude, nicht aber von Gewalt - und erfolgte zudem ja offenbar in dem Irrglauben, das Spiel sei bereits abgepfiffen worden. Ähnliches passierte 1991 in Köln und Duisburg, 1995 in Hamburg. Man kann den gestrigen Vorfall dumm, lustig oder ärgerlich finden, eins ist er auf keinen Fall: Ausdruck zunehmender Gewalt in Stadien, wie heute neben Bundesinnenminister Friedrich (CSU) auch Kommentatoren und Sportfunktionäre behaupteten. Es hat keine Angriffe auf Spieler gegeben, niemand wurde bedroht oder unter Todesangst gezwungen, weiter zu spielen.

Von daher ist klar: es handelt sich hier um politisch motiviert herbeigeredete Gewalt, mit der Ultra-Gruppen ebenso diskreditiert werden sollen wie eine lebendige Fankultur, die sich eben auch im Abbrennen von Pyrotechnik zeigt. Der Ausweitung des Ordnungs- und Überwachungswahns in Stadien muss vielmehr entschieden entgegengetreten werden. Ich hoffe und gehe auch davon aus, dass Fortuna Düsseldorf sich weiterhin nicht an der Diffamierung der Fankultur beteiligt. Nicht zuletzt den Düsseldorfer Ultragruppen ist es ja zu verdanken, dass Nazis im Fortunaumfeld keine Chancen haben. Eine ganz besondere Stärke.

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