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Fahndungsfotos wegen Pyrotechnik-Einsatzes bei Fortuna-Spiel vollkommen unangemessen

Düsseldorfer Medien veröffentlichten gestern zwei vom Amtsgericht Braunschweig freigegebene Fotografien von Menschen, die verdächtigt werden, bei einem Auswärtsspiel der Fortuna Pyrotechnik gezündet zu haben. Zu dieser Personenfahndung erklärt Frank Laubenburg, Mitglied des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf:

Der Beschluss des Braunschweiger Amtsgerichts zur Freigabe der Lichtbilder für Fahndungszwecke ist vollkommen unverhältnismäßig, die Veröffentlichung der Fotos durch Düsseldorfer Medien verantwortungslos.

Seit langem kämpfen Fangruppen für eine Legalisierung von Pyrotechnik in Stadien – und das mit guten Argumenten. Bei dem Fortuna-Auswärtsspiel in Braunschweig wurde der Einsatz von Pyrotechnik vor Spielbeginn beendet, es gab keine Verletzten, keine Schäden. Vielmehr wollten Fortuna-Fans mit dieser Aktion für eine Legalisierung von Pyrotechnik in Stadien demonstrieren und wurden dabei durch Sprechchöre de gegnerischen Braunschweiger Fans sogar noch unterstützt.

Dass nun mit Fahndungsfotos Jagd auf zwei Fortuna-Fans gemacht wird, ist eine vollkommen unangemessene Kriminalisierung nicht nur der beiden Abgelichteten sondern großer Teile der Fan-Szene. Die Entscheidung des Braunschweiger Amtsgerichts zur Freigabe der Fotos ist schon nicht nachvollziehbar, vollkommen inakzeptabel ist es allerdings, dass Düsseldorfer Medien sich an dieser Hetzjagd auf Fußballfans beteiligen.

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