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EON muss Personalabbau stoppen – Gewinne für MitarbeiterInnen nutzen, nicht für Aktionäre

Zum heutigen Bericht des Düsseldorfer Energiekonzerns EON für das 1. Halbjahr 2012 erklärt Frank Laubenburg, Mitglied des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf:

Während die EON-Aktionäre heute wieder jubeln dürfen, ist der Halbjahresbericht von EON vor allem ein Schlag ins Gesicht der EON-MitarbeiterInnen. Weiterhin will EON rund 11.000 Stellen im Rahmen eines zynisch „Effizienzsteigerungsprogramm“ genannten Personalabbauprogramms streichen. Als Vorwand für diese Programm dienten die vermeintlich anfallenden Kosten und Belastungen durch den Ausstieg aus der Atomenergie.

Doch bereits 2011 verbuchte der EON-Konzern trotz milliardenschwerer AKW-Abschreibungen einen nachhaltigen Konzernüberschuss von über 2,5 Miiliarden Euro. Dieser Konzernüberschuss ist Grundlage für die Dividendenauszahlungen, die 2011 pro Aktie bei 1 Euro (gegenüber 1,50 Euro in den beiden Vorjahren) lagen. Für 2012 rechnet der EON-Konzern nun mit einem nachhaltigen Konzernüberschuss zwischen 4,1 und 4,5 Milliarden Euro. Die Dividendenzahlungen dürften also deutlich steigen – der Abbau von Arbeitsplätzen ebenso.

Einer demokratischen Kontrolle unterliegt der EON-Konzern immer noch nicht – obwohl er eine monopolartige Stellung hat und obwohl die Versorgung mit Energie unverzichtbarer Bestandteil der Daseinsvorsorge ist.

Die unverantwortliche Personal- und Energiepolitik des Konzerns, der sich ausschließlich an den finanziellen Interessen seiner Aktionäre orientiert, muss beendet werden. Dazu müsste nun endlich die in der Landesverfassung NRW vorgesehene Vergesellschaftung des Energieriesen angegangen werden – das wäre auch ein Zeichen konkreter Solidarität des Landtags mit den um ihre Arbeitsplätze bangenden MitarbeiterInnen.

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