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EON: Massenentlassungen angesichts von Millardengewinnen unverantwortbar – Konzern muss vergesellschaftet werden

Zum heute bekannt gegebenen „Eon 2.0“-Programm,mit dem der Wegfall von rund 1.000 Arbeitsplätzen in Düsseldorf verbunden sein soll (weltweit 11.000) erklärt Frank Laubenburg, Mitglied des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf:

E ist schlichtweg verlogen, wenn der EON-Konzern die geplanten Massenentlassungen und Stellenstreichungen mit dem Ausstieg aus der Atomkraft begründet.

Vielmehr geht es darum, die maximalen Profitinteressen der wenigen EON-Aktionäre auf Kosten zahlreicher (noch) Beschäftigter zu realisieren.

Es ist wirtschaftlich und politisch nicht akzeptabel, dass der EON-Konzern einerseits einen (bereits bereinigten) Gewinn von 1,6 Milliarden Euro allein für die ersten drei Quartale des laufenden Jahres zugunsten er Aktionäre erwirtschaftet und gleichzeitig tausende Beschäftige rausschmeisst, weil die Gewinne den profitgierigen Aktionären nicht ausreichen.

EON ruft aktuell ja wieder einmal nach dem Staat: für den morgen startenden Castor-Transport aus dem französischen Le Hague ins niedersächsische Gorleben (das dortige Zwischenlager gehört über die GNS zu 48% dem EON-Konzern) werden erneut über 100 Millionen Euro staatliche Mittel und 19.000 PolizeibeamtInnen eingesetzt.

Ein Konzern, der wie EON seine Risiken der öffentlichen Hand aufbürdet und gleichzeitig Gewinnmaximierung zulasten de Beschäftigten propagiert, gehört vergesellschaftet, wie es die nordrhein-westfälische Landesverfassung ja auch ausdrücklich vorsieht.

Zur Haushaltssitzung des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf werde ich auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im EON-Konzern beantragen, dass der Rat Mittel für ein Gutachten zur Verfügung stellt, mit dem der juristische Weg zu einer Vergesellschaftung des EON-Konzerns aufgezeigt wird. Bei der
Abstimmung über diesen Antrag können sich die Ratsmitglieder ja entschieden, ob sie an der Seite der Beschäftigten und der KundInnen des Konzerns stehen wollen oder ob sie sich weiterhin als Erfüllungsgehilfen für die Profitinteressen der AktionärInnen des EON-Konzerns verstehen.

Für Rückfragen steht Frank Laubenburg unter 0152 – 33 55 47 52 zur Verfügung.

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