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Düsseldorfer Burschenschaft weiterhin extrem rechts / Menzel als Referent geladen

Zu den Aktivitäten der Düsseldorfer Burschenschaft Rhenania-Salingia erklärt Frank Laubenburg, Mitglied des Rates der Landeshaupstadt Düsseldorf:

Mit ihrem für diesen Donnerstag geplanten Vortag des extrem rechten Felix Menzel über „Skandalokratie“ bestätigt die Düsseldorfer Burschenschaft „Rhenania-Salingia“ erneut ihre politische Verortung in der extremen Rechten. Felix Menzel, seit Jahren als eher kruder Autor der „neuen Rechten“ bekannt, bemüht sich derzeit, unter anderem die Mordserie der neonazistischen NSU-Terrorgruppe zu relativieren („mediale Ausnahmezustände“). Die breite öffentliche Diskussion und Forderungen nach politischen Konsequenzen aus der Mordserie ordnet er als Ausdruck mangelnden Selbstbewusstseins der deutschen Nation ein – sonst würde man das einfach „aussitzen“. Die öffentliche Empörung sei eine „Skandalokratie“, die mittlerweile eine „neue Herrschaftsform“ darstelle. Parallel zu seinen Skandalokratie-Vorträgen reist Menzel noch mit einem zweiten Thema durch die Lande: „Ausländerkriminalität und Deutschenfeindlichkeit“.

Einige Jahre lang war es um die in der Reichsstraße 21 ansässige Burschenschaft „Rhenania-Salingia“ ruhiger geworden. Zuvor bot sie – mit engen personellen Verflechtungen zum CDU-nahen Ring christlich-demokratischer Studenten (RCDS) – nicht nur dem Nazi Horst Mahler und dem Mitglied der illegalen NSDAP-AO, Harlad Neubauer, ein Forum, sondern auch weiteren Personen aus dem rechtskonservativen und neonazistischem Spektrum.

Nun will die Rhenania-Salingia sich offenbar erneut als Düsseldorfer Anlaufstelle für den etwas intellektuelleren Teil der rechten Szene in Stellung bringen. Von daher ist auch die Düsseldorfer CDU gefordert: sie schweigt seit über 13 Jahren dazu, warum sie personelle Verflechtungen zwischen der Burschenschaft und sich akzeptiert.

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